Kokerei Zollverein – Gas
17. Oktober 2010
Fotos von / pictures taken:
07/2006, 02/2010, 03/2010
Objektstatus / status:
verlassen / abandoned
Geringe Mengen des für den Verkokungsprozess benötigten Gases entnahm die in zwei Etappen 1961/64 in Betrieb genommene Anlage der Zentralkokerei Zollverein anfangs aus dem öffentlichen Netz. Läuft so eine Kokerei einmal, produziert die Pyrolyse der flüchtigen Steinkohlebestandteile weitaus mehr brennbare Gase, als es die Aufrechterhaltung der Ofentemperaturen von mehr als 1000°C verlangt. In früheren Zeiten wurde dieses Gas generell zum Heizen und zur Straßenbeleuchtung ins öffentliche Netz eingespeist (Stadtgas), andernorts im „Gasverbund” mit Hütten- und Stahlwerken genutzt, später, durch Wegfall von Nutzungsmöglichkeiten, einfach abgefackelt. Erdgas ist heutzutage teschnisch einfacher verfügbar, weist einen fast dreimal so hohen Heizwert auf und ist aufgrund seiner Chemie ungefährlicher; es besteht in aufbereiteter Form nur aus Kohlenwasserstoffen, wohingegen Kokereigas Wasserstoff (Explosionsgefahr) und Kohlenmonoxid (Erstickungsgefahr) enthält.