Zeche Schlägel & Eisen 3,4,7
Zwanzig Jahre nach Einstellung der Kohleförderung und zehn Jahre nach der endgültigen Aufgabe fristen Verwaltung, Kauengebäude, Hallen, Fördergerüste und die „Rundhalle” ihr Dasein als immer beliebteres Ausflugsziel von Kupferdieben und Vandalen. Kein schönes Ende, wenn man bedenkt, dass auf Ewald im Süden der Stadt fünf Jahre nach der Stilllegung wieder jedes historische Gebäude belebt gewesen ist und an anderer Stelle Neues errichtet wurde. Viel anders wird es auf dem zum Ende 2009 stillgelegten Westerholter Pütt auch nicht ablaufen; die Um- und Nachnutzungskonzepte stehen.
Die Anlage Schlägel und Eisen 3,4,7, mitten im Hertener Stadtteil Langenbochum gelegen, beherbergte bis Sommer 2008 den zentralen Fuhrpark der DSK, was ein Grund dafür ist, dass hier bislang nichts in Richtung Rückbau geschah. Nun ist die DSK, die mittlerweile wieder RAG heißt, als Nachfolgerin der ersten Bergbaugesellschaft am Ort, der Hibernia, jedoch in der Pflicht, das Gelände so zurückzulassen, wie sie es vor Errichtung der ersten Gebäude vorgefunden hat, also als Acker. Dies besagt das deutsche Bergrecht.
Die Stadt Herten ist inzwischen Eigentümerin des Areals nördlich der einstigen Zechenbahntrasse, jedoch ohne die Gebäude.
Für die Verwaltungsgebäude wird nach einem neuen Nutzen gesucht; 2010 will das Hertener Rathaus wegen Renovierungsarbeiten eines als Ausweichquartier zwischennutzen.
Schlägel und Eisen förderte 1989 rund 6.000 t Rohkohle pro Tag – 2010 sollen die meisten nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäude rückgebaut werden.
