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2011 - ein Fazit

Ein ereignisreiches Jahr ist vorbei. Auch, wenn es auf mhenschel.de nicht viel neues zu sehen gab, war ich nicht untätig, was das Hobby Urban Exploration betrifft. Bereits im Januar bot sich mir die Möglichkeit, ein Objekt zu besuchen, das bereits fünf Jahre auf meiner To-Do-Liste stand. Leider habe ich mir von diesem Objekt mehr erhofft und habe von dort nur zwei brauchbare Bilder mitnehmen können.
Im Februar dann betrat ich Neuland, als ich einen Rohrvortrieb am Ort besichtigte und nach 20 Minuten des geduckten Marschierens im Stahlbetonrohr der Dimension DN1600 feststellen musste, dass meine Arbeitsstiefel dem Pegel des eingesickerten Grundwassers nicht gewachsen waren, wodurch die Aktion dann ein schnelles Ende fand.
Ein Highlight folgte im März. Bei strahlendem Sonnenschein und frostigen Temperaturen fuhr ich mit Freunden über’s Wochenende zuerst ins Elsässer Kalibecken und das Lothringer Kohlenrevier.
In den Folgemonaten blickte ich “hinter die Kulissen” der Ruhrstadt. Hierbei fotografierte ich vor allem Brachflächen und Areale in Folgenutzung, etwa Grabeland.
Im Juli waren dann die sonst nicht zugänglichen Hochöfen 2 und 3 im Duisburger Landschaftspark Nord mein Ziel. Diese Objekte hatte ich bereits vor zehn Jahren ins Visier genommen, kam aber bis dato bei keinem meiner zahlreichen Besuche dazu, sie zu inspizieren.
Die Besuche der Kohlenwäsche des Bergwerks Ost in Hamm und des denkmalgeschützten Kraftwerks der Glashütte Gerresheim in Düsseldorf haben vor allem Spaß gemacht. Hier gab es nichts herausragendes zu sehen. Vielmehr stand im Vordergrund, mal wieder etwas mit Freunden zu unternehmen.
Ein Wochenende im August galt dann dem Saarbergbau und weiterer grenznaher Zechen im Lothringer Revier.
Die Monate September und Oktober galten dann der Stadt Herne. Da ich meinen Wohnsitz dorthin verlegt habe, war ich öfter als sonst schon in der Stadt unterwegs und wenn es der Zeitplan erlaubte, schaute ich vor dem Einkaufen immer mal wieder bei Dorn-Schrauben rein. Der absolute Höhepunkt allerdings ist mein neuer Keller: Ein original erhaltener Kohlenkeller aus dem jahr 1937, inklusive der obligatorischen Hausbrandreste in Form von Brechkoks, einem selbst zusammengeschusterten Regal aus noch viel älteren Möbeln und einer Glühbirne aus der Zeit der Besatzung, dekoriert mit dem Schriftzug “U.S. PROPERTY”.
Im Rahmen der im vorigen Thread erwähnten Radtour kam ich auch bei der Papierfabrik 733 vorbei und machte dort ein paar neue Stimmungsbilder.
Ein weiteres Objekt, das lang auf meiner Liste war, ist die Dampfmaschine der Zeche Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick.
Im November besuchte ich eine Glashütte mit unverwechselbar aufgebautem Hafenofen, die Bekanntheit erlangte durch die RTL-Serie “Alarm für Cobra 11″.
Das Jahr ließ ich in der Heimat meiner Freundin ausklingen, einem nordhessischen Kleinod aus der Blütezeit des mitteldeutschen Kupferbergbaus.

Ich hoffe, dass Ihnen der kleine Jahresrückblick gefällt und wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr. Für 2012 habe ich mir vorgenommen, Ihnen noch mehr interessantes präsentieren zu können. Obligatorisch auch an dieser Stelle: der Hinweis auf den flickr-Account meines Freundes sdnuownabru.